Zahl der Großinsolvenzen in Deutschland auf Rekordhoch
Ein trauriger Höchststand: Die Zahl der Insolvenzen von deutschen Großunternehmern hat im dritten Quartal dieses Jahres einen neuen Rekordwert erreicht. Laut dem aktuellen Insolvenz-Report der Finanzfachzeitschrift Finance haben zwischen Juli und September 2019 hierzulande insgesamt 33 Unternehmen einen Insolvenzantrag gestellt – so viele wie nie zuvor. Zum Vergleich: Mit insgesamt 31 Firmenpleiten galt bislang noch das vierte Quartal 2018 als der Zeitraum mit den meisten Insolvenzen.
Daneben hat sich die aktuelle Zahl der Insolvenzanträge allein im Vergleich zum zweiten Quartal dieses Jahres fast verdoppelt. Zwischen April und Juni sind in der Bundesrepublik insgesamt 18 Unternehmen pleitegegangen.
Insgesamt beschränkt sich die jetzige Insolvenzwelle jedoch noch auf kleinere Unternehmen im gehobenen Mittelstand. Dem Report zufolge gab es zwar besonders viele Einbrüche bei Unternehmen mit 20 bis 50 Millionen Euro Umsatz. Bei den Firmen mit sowohl über 50 als auch über 100 Millionen Euro Umsatz glichen die Zahlen der Insolvenzanträge jedoch noch denen der vorherigen Quartale.
Nichtsdestotrotz lieferte im September vor allem ein Big Player den wohl bekanntesten Bankrott: die Insolvenz des britischen Reisekonzerns Thomas Cook. Davon ist auch die deutsche Tochter Condor mit allein rund 3.700 Mitarbeiter betroffen. Hinsichtlich des Umsatzes gilt die Insolvenz des Energiehändlers Natgas als die größte im dritten Quartal. Das Potsdamer Unternehmen wies einen Umsatz von vier Milliarden Euro auf. Finance
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