Immer weniger Insolvenzen in Deutschland
Die Insolvenzen in Deutschland haben im ersten Halbjahr 2019 weiter abgenommen. Das geht aus einer aktuellen Analyse der Creditreform Wirtschaftsforschung hervor. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verringerte sich der Wert um 3,1 Prozent – von 56.050 auf 54.300 Fälle. Während die Unternehmens- und Privatinsolvenzen nur leicht zurückgingen, ist vor allem die Zahl der „sonstigen Insolvenzen“ um sieben Prozent gesunken. Dazu zählen unter anderem die Insolvenzen ehemaliger Selbstständiger. Somit ist die Anzahl der in Deutschland gemeldeten Insolvenzen inzwischen seit neun Jahren rückläufig.
Gründe für die sinkende Zahl sind unter anderem das Wirtschaftswachstum, getrieben von privatem Konsum und Bautätigkeiten. Auch der starke Arbeitsmarkt begünstigt den Rückgang der Insolvenzen: die Zahl der Erwerbstätigen lag zu Jahresbeginn bei einer Rekordmarke von 45 Millionen. Allerdings sind die Insolvenzzahlen nicht überall rückläufig: Sowohl bei kleinen mittelständigen Unternehmen bis 5 Millionen Euro Umsatz als auch bei Kleinstunternehmen mit unter 100.000 Euro Umsatz nahmen die Insolvenzen im ersten Halbjahr zu. Auch im Verarbeitenden Gewerbe sind die Firmenpleiten leicht gestiegen (plus 1,4 Prozent).
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