„Herkules“-Plan: Wie Griechenland seine Banken stützen will
Griechenland hat weitere Maßnahmen beschlossen, um die eigene Bankenbranche zu stärken. Ausgefallene Kredite im Wert von bis zu 30 Milliarden Euro sollen laut „Herkules“-Plan verbrieft und in ein Asset Protection Scheme (APS) ausgelagert werden. Der griechische Staat stellt dann Bürgschaften für die vorrangigen Papiere bereit, die vorerst in den Bilanzen der Banken verbleiben. Das Vorgehen habe Vize-Finanzminister Giorgos Zavvos in enger Zusammenarbeit mit den Banken, dem griechischen Bankenrettungsfonds HFSF, der europäischen Bankenaufsicht SSM und der EU-Wettbewerbsbehörde (DG Comp) abgestimmt. Die EU muss dem „Herkules“-Plan noch zustimmen.
Noch immer sitzen die griechischen Geldhäuser auf einem riesigen Berg ausgefallener Kredite – Ende Juli belief sich die Summe auf 78,8 Milliarden Euro. Nur wenn die Risiken endlich aus den Bilanzen der Banken verschwinden, können sie ihrer eigentlichen Aufgabe nachkommen, nämlich der Unterstützung der griechischen Wirtschaft durch die Vergabe neuer Kredite. Gegenüber dem Handelsblatt sagte der neue Finanzminister Christos Staikouras, dass es das Ziel der Regierung ist, „die Banken erneut als Wachstumsinstrumente zu etablieren, die Haushalte und Unternehmen finanzieren“. Handelsblatt (Paywall)
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