Griechischer Zentralbankchef: „Ein wichtiger Fortschritt“
Griechenlands Banken haben ihre NPL-Quote in den vergangenen zweieinhalb Jahren um 25 Prozent reduziert, sagt Yannis Stournaras. Der Gouverneur der Bank of Greece spricht in einem Handelsblatt-Interview ausführlich über die Geldpolitik im Euro-Raum und wie es aktuell um Griechenlands Banken bestellt ist. Yannis Stournaras…
…über Mario Draghis Nachfolger: „Mario Draghis ‚Whatever it takes‘ ist ein sehr positives Erbe für seinen Nachfolger. Wir sollten nicht vergessen, dass die Architektur der Euro-Zone trotz der erheblichen Fortschritte in den letzten Jahren immer noch unvollständig ist. Daher sollten die EZB und ihr Präsident alles tun, was nötig ist, wenn eine neue Krise ausbricht. Ich erwarte keine solche Krise, aber wir sollten wachsam und immer gut vorbereitet sein.
…über Griechenlands Strukturreformen: „Im Rahmen der drei Anpassungsprogramme hat Griechenland seit März 2010 tiefgreifende Strukturreformen umgesetzt, darunter ein umfassendes Privatisierungsprogramm. Dies ist ein andauernder Prozess, der von den Gläubigerinstitutionen weiterhin genau überwacht wird.“
…über den NPL-Bestand griechischer Banken: „Die Banken haben den Bestand der notleidenden Forderungen in den vergangenen zweieinhalb Jahren um 25 Prozent abgetragen. Das war wirklich ein wichtiger Fortschritt. Die Quote liegt aber immer noch über 40 Prozent.“
…über weitere Maßnahmen zum NPL-Abbau: „Wir als Zentralbank haben dazu im November 2018 einen konkreten Vorschlag vorgelegt, der auf eine deutliche Reduzierung der notleidenden Forderungen abzielt. Er beinhaltet eine Umwandlung bestehender latenter Steuergutschriften, die sich die Banken jetzt noch auf ihr Eigenkapital anrechnen. Die Umsetzung des Plans wird die Vermögensstrukturen der Banken sowie ihre Liquidität radikal verbessern und Erträge generieren.”
Das vollständige Handelsblatt-Interview lesen Sie hier (Paywall).
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