Folgen der Coronakrise: EZB-Chefaufseher plant Bad Bank
Institut soll ausgefallene Kredite von Europas Banken abwickeln.
Bereits 2017 brachte Andrea Enria als Chef der Europäischen Bankenaufsicht (Eba) eine europäische Bad Bank ins Spiel. Ein Zentralinstitut sollte aufgelaufene NPLs der europäischen Großbanken übernehmen – und dann schrittweise verwerten. Auch als Vorsitzender des Aufsichtsgremiums der Europäischen Zentralbank (EZB) lässt ihn das Bad-Bank-Konzept augenscheinlich nicht los.
Wie aus dem Markt zu hören ist, plant Enria eine Bad Bank für die Verwertung der Kredite, die seit der Finanzkrise in Europas Geldinstituten angehäuft wurden. Denn die EZB befürchtet eine weitere Welle an NPLs in den kommenden Monaten und Jahren – verursacht durch die Ausbreitung der Corona-Pandemie.
Die Pläne für die Etablierung einer solchen Abwicklungsgesellschaft befänden sich allerdings noch in einem frühen Stadium. Die EU-Kommission sieht den Vorstoß Enrias aktuell noch eher kritisch. Ein Sprecher aus Brüssel bestätigt, dass die Kommission aktuell nicht an einem solchen Modell arbeiten würde. Handelsblatt/Paywall
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