EZB will Abbau fauler Kredite vorantreiben
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat sich die Sanierung der Bankbilanzen fest auf die Agenda für das kommende Jahr geschrieben. Wie die Nachrichtenagentur Reuters am 7. Oktober mitteilte, will die Notenbank dabei vor allem den Abbau der faulen Kredite bei den europäischen Geldhäusern vorantreiben. Darüber hinaus stehen die Stärkung der Widerstandsfähigkeit als auch der Umgang der Institute mit dem Brexit ganz oben auf der To-do-Liste der Aufseher.
Nach Ansicht der EZB liegt die Anzahl der ausgefallenen Kredite in der Eurozone deutlich über dem internationalen Durchschnitt. Allein im ersten Quartal dieses Jahres belief sich die Gesamtsumme der faulen Kredite demnach auf rund 587 Milliarden Euro. Zudem rechnen laut Reuters einige Analysten damit, dass die schwache Konjunktur das Volumen sogar noch weiter vergrößern wird.
Entsprechend wollen die Aufseher künftig besonders die Tragfähigkeit der Geschäftsmodelle der Banken prüfen, um so deren Widerstandsfähigkeit zu stärken. Seit Herbst 2014 ist die EZB mit der Überwachung der größten Kreditinstitute im Euroraum betraut. Reuters
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