Europas Banken im Stresstest
Am kommenden Freitag veröffentlicht die Europäische Bankenaufsicht (EBA) die Resultate des diesjährigen Banken-Stresstests. Die simulierte Belastungsprobe wird zeigen, wie es tatsächlich um die Kapitaldecke von 48 europäischen Geldhäusern bestellt ist. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den italienischen Banken. Die Höhe der ausgefallenen Kredite konnten die Institute in den vergangenen Jahren zwar reduzieren, sie belaufen sich jedoch noch immer auf stolze 159 Milliarden Euro.
Die italienischen Banken stehen aber auch wegen des Haushaltsstreits Italiens mit der EU-Kommission im Rampenlicht: An der Börse stiegen die Risikoaufschläge für Staatsanleihen auf Werte wie zuletzt während der Euro-Schuldenkrise. Da die italienischen Geldhäuser rund 10 Prozent ihrer Bilanzsumme in besagte Anleihen investiert haben, ist das Risiko bei einem Wertverlust natürlich entsprechend hoch.
Auch acht Banken aus Deutschland wurden von der EBA in den vergangenen Monaten auf Herz und Nieren getestet. Darunter befinden sich die NordLB und die Deutsche Bank, die im Sommer dieses Jahres als einzige Bank den Stresstest der US-Notenbank Fed nicht bestanden hat. Für die finanziell angeschlagene NordLB könnten die Ergebnisse die aktuelle Investorensuche maßgeblich beeinflussen.
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