Deutsche Bank: „Bad Bank“ veräußert erste Aktiva
Eine Wiederholungstäterin: Die Deutsche Bank hat zum zweiten Mal eine interne „Bad Bank“ eingerichtet. Wie die Nachrichtenagentur Reuters am 24. Juli berichtet, hat die neue Abbaueinheit bereits mit ihrer Arbeit begonnen und schon erste Aktiva veräußert. Vor einigen Jahren hatte das Kreditinstitut eine erste „Bad Bank“ gegründet – diese hatte ein Anfangsvolumen von 128 Milliarden Euro und wurde Ende 2016 geschlossen.
Ursprünglich sah die Deutsche Bank vor, 288 Milliarden Euro an Bilanzpositionen in der neuen Abbaueinheit auszulagern. 38 Milliarden davon sind nun bereits abgebaut – dies geht aus einem Brief von Vorstandschef Christian Sewing an die Mitarbeiter hervor, der Reuters vorliegt. Laut Insider-Informationen der Nachrichtenagentur will das Geldhaus zudem kurzlaufende Derivate mit Hilfe einer Auktion veräußern.
Der Verkauf der langlaufenden Zins- und Kreditderivate wird voraussichtlich jedoch schwieriger sein. Die Insider gehen davon aus, dass der Verkauf des gesamten Bestandes dabei mit hohen Abschreibungen einhergehen wird.
Generell sehen die Eingeweihten die Strategie des Kreditinstitutes eher kritisch: Die Bank würde mit den in der Abbaueinheit gelagerten Derivaten und anderen Titeln (Anleihen oder Kredite) insgesamt zwar nicht viel Geld verlieren. Umgekehrt muss das Kreditinstitut aber aufgrund regulatorischer Vorschriften dafür viel Eigenkapital vorstrecken. Dieses könnte an anderer Stelle sinnvoller eingesetzt werden. Reuters
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