Brexit: 1,3 Billionen Euro fließen nach Europa
Die europäischen Banken werden im Zuge des Brexit einen Billionenbetrag an Vermögenswerten aus Großbritannien auf das europäische Festland verlagern. „Am Ende des Prozesses werden wir Vermögenswerte in Höhe von etwa rund 1,3 Billionen Euro haben, die von London in den Euroraum verlagert werden”, sagte Andrea Enria in einem Interview mit der finnischen Rundfunkanstalt Yle. Der Italiener ist seit 2018 Chef der Bankenaufsicht der Europäischen Zentralbank (EZB).
Enria gab an, dass im Zuge des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union insgesamt 24 Banken von UK nach Europa umziehen werden. Davon werden sieben Geldhäuser zukünftig direkt von der EZB beaufsichtigt, siebzehn von den jeweiligen nationalen Bankenaufsichten. Aktuell werden von der EZB 114 Banken und Bankengruppen direkt überwacht.
Der EU-Austritt Großbritanniens soll am 31. Oktober erfolgen. Sobald der Brexit vollzogen ist, werden Banken nicht mehr wie bisher von London aus Finanzgeschäfte in der Europäischen Union betreiben dürfen. Die Geldhäuser benötigen dann für Dienstleistungen wie Einlagen- und Kreditgeschäft rechtlich selbstständige Einheiten in einem EU-Staat. Manager Magazin
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