Bankenfusion in Italien: Intesa Sanpaolo will UBI Banca übernehmen
Paukenschlag am italienischen Bankenmarkt: Wie Mitte der Woche bekannt wurde, plant die Intesa Sanpaolo eine Übernahme der UBI Banca. Die größte italienische Geschäftsbank zahlt für die UBI demnach 4,9 Milliarden Euro in Form von neuen eigenen Aktien. Bei Zustimmung der italienischen Bankenaufsicht, der Notenbank und der EZB soll die Akquisition des Finanzinstituts aus Bergamo bereits bis Ende des Jahres vollzogen werden.
„Unsere Branche ist in Europa in eine neue Phase eingetreten, in der größere Dimensionen notwendig sind, mehr Investitionsmöglichkeiten und neue Modelle nachhaltigen Finanzmanagements“, erklärt Intesa-Chef Carlo Messina. Die Übernahme der UBI Banca sei also eine Innovation in die Strategie der Bank.
Die Intesa will die Übernahme der UBI Banca ebenfalls dazu nutzen, die NPL-Quote weiter zu reduzieren. Profitieren möchte das Turiner Geldhaus aber auch von Synergieeffekten: 340 Millionen Euro sollen beispielsweise durch den sozialverträglichen Abbau von 5.000 Stellen eingespart werden.
Experten sprechen sich schon länger für Fusionen am stark zersplitterten italienischen Bankenmarkt aus. Vor wenigen Tagen erst erklärte Notenbankgouverneur Ignazio Visco, Fusionen könnten Kosten reduzieren, den Erlös diversifizieren und vergrößern sowie den Instituten helfen, auf dem Markt wettbewerbsfähig zu sein. Handelsblatt (Paywall)
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