2019: Ein aktives Jahr am Schuldscheinmarkt
Der Schuldscheinmarkt blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Wie die Fachzeitschrift „Der Treasurer“ am Montag berichtet hat, knüpft auch 2019 an die gute Performance des Vorjahres an – wenngleich sich das Marktvolumen nicht exakt beziffern lässt. Während die Ratingagentur Scope von einem Wert in Höhe von 28,7 Milliarden Euro – und somit einem Rekordjahr – ausgeht, zieht Capmarcon eine etwas zurückhaltendere Bilanz. Das Marktvolumen habe insgesamt bei 26 Milliarden Euro gelegen.
Damit liegt der Wert laut der Stuttgarter Corporate-Finance-Beratung aber dennoch um 2,5 Milliarden Euro über dem im Vergleich zum Vorjahr. Parallel dazu sei jedoch die Transaktionszahl gesunken: Allein die zehn größten Schuldscheine hätten ganze 30 Prozent des Emissionsvolumens ausgemacht. Der größte Deal im vergangenen Jahr geht auf das Konto von ZF Friedrichshafen: Mit insgesamt 2,1 Milliarden Euro hat der Automobilzulieferer sogar die Zwei-Milliarden-Schallmauer durchbrochen.
Auch die Zinsentwicklung am Schuldscheinmarkt verlief 2019 weitestgehend positiv. Laut Scope waren die Zinssätze im ersten Halbjahr zwar etwas rückläufig; in der zweiten Jahreshälfte zogen sie jedoch insbesondere für Unternehmen mit schwächeren Bonitäten an. Verglichen zum Vorjahr lagen sie insgesamt etwas über der bisherigen Entwicklung.
Für das laufende Jahr rechnet Scope mit einem weiteren Anstieg der Konditionen – was zugleich zu einem niedrigeren Emissionsvolumen insgesamt führen könnte. Die Ratingagentur geht hierbei von 20 bis 25 Milliarden Euro aus. Zudem könnte 2020 angesichts eines möglichen wirtschaftlichen Abschwungs zu einem „Belastungstest“ für den Schuldscheinmarkt werden. Der Treasuer
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