{"id":6973,"date":"2013-08-01T10:30:42","date_gmt":"2013-08-01T08:30:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.debitos.de\/blog\/?p=6973"},"modified":"2013-08-01T10:30:42","modified_gmt":"2013-08-01T08:30:42","slug":"steigende-schuldenquoten-der-eurozone","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.debitos.com\/de\/news\/steigende-schuldenquoten-der-eurozone\/","title":{"rendered":"Steigende Schuldenquoten in der Eurozone"},"content":{"rendered":"<p>Die europ\u00e4ische Statistikbeh\u00f6rde Eurostat meldet f\u00fcr das Ende des 1. Quartals 2013 einen <a title=\"eurostat - \u00d6ffentlicher Schuldenstand des Euroraums  stieg auf 92,2% des BIP\" href=\"http:\/\/epp.eurostat.ec.europa.eu\/cache\/ITY_PUBLIC\/2-22072013-AP\/DE\/2-22072013-AP-DE.PDF\" target=\"_blank\">erneuten Anstieg der Schuldenquote in der Eurozone<\/a>. Mit \u00fcber 160 Prozent des Bruttoinlandsproduktes steht Griechenland an der Spitze dieser Verschuldungsstatistik, gefolgt von Italien (130,3 Prozent) und Portugal (127,2 Prozent). Den h\u00f6chsten Anstieg der am BIP gemessenen Schuldenquote vermeldete allerdings Irland: Im Jahresvergleich legte die Verschuldung der Gr\u00fcnen Insel von 107 auf rund 125 Prozent zu. Nur Deutschland (81,2 Prozent), Estland (10 Prozent), Bulgarien (18 Prozent), D\u00e4nemark und Lettland konnten ihren Schuldenberg leicht abbauen. Insgesamt weist der Euro-Raum (ER17) einen Anstieg der Schuldenquote auf 92,2 Prozent (4.Quartal 2012: 90,6 Prozent) auf. Auch der EU27-Raum verzeichnete einen leichten Anstieg der \u00f6ffentlichen Schuldenquote von 85,2 Prozent zum Ende des 4. Quartals 2012 auf 85,9 Prozent.<br \/>\n<strong>Verschuldung und Reformstau in Italien besorgniserregend<\/strong><br \/>\n<a href=\"http:\/\/epp.eurostat.ec.europa.eu\/cache\/ITY_PUBLIC\/2-22072013-AP\/DE\/2-22072013-AP-DE.PDF\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-6975\" title=\"\u00d6ffentlicher Schuldenstand des Euroraums Q1 2013\" src=\"http:\/\/blog.debitos.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/\u00d6ffentlicher-Schuldenstand-des-Euroraums-Q1-2013-Quelle-Eurostat-300x176.jpg\" alt=\"\u00d6ffentlicher Schuldenstand des Euroraums Q1 2013\" width=\"360\" height=\"211,2\" \/><\/a>In Anbetracht der deutschen Rekordeinnahmen auf Steuerseite ist es erschreckend, dass Politiker immer wieder Wege finden, die Ausgaben in gr\u00f6\u00dferem Umfang als die Einnahmen zu steigern anstelle auf einen Abbau der Schulden hinzuwirken. In der Privatwirtschaft w\u00e4re dies nicht m\u00f6glich.\u00a0Gleichzeitig wird inzwischen schon beinahe \u201egewohnt&#8221; skeptisch auf den Schuldenberg der Hellenen und Portugiesen geschaut. Im Falle Italiens schrillen die Alarmglocken der anderen Euro-Staaten allerdings immer lauter. Denn anders als in Griechenland und Portugal sind es in Italien mangelnde\u00a0Strukturreformen, die eine Reduktion der Schulden auf maximal 120 Prozent des BIP verhindern. Dar\u00fcber hinaus hat Italien als viertgr\u00f6\u00dfte Volkswirtschaft Europas einen wesentlich gr\u00f6\u00dferen Einfluss auf die anderen L\u00e4nder der Wirtschaftsregion.<br \/>\n<strong>Schlechte Bonit\u00e4t von Staaten &amp; Privatwirtschaft mit unterschiedlichen Konsequenzen<\/strong><br \/>\nAusstehende Kredite trugen im 1. Quartal 2013 beliefen sich ausstehende Kredite auf 18,4 Prozent des \u00f6ffentlichen Schuldenstandes im Euroraum. Diese Zahl ignoriert den Anteil an Wertpapieren (ohne Anteilsrechte), die zus\u00e4tzliche 77,1 Prozent zu den Gesamtschulden beitragen. In Anbetracht sinkender Ratings der hochverschuldeten Staaten Europas verwundert die extrem unterschiedliche Behandlung von Staaten und Privatwirtschaft. W\u00e4hrend in der Privatwirtschaft eine Insolvenzverschleppung aus gutem Grund einen Straftatbestand (!) darstellt, ist hiervon bei den verschuldeten Staaten Europas keine Rede. Ganz im Gegenteil \u201ebelohnt\u201c die EZB hohe Verschuldung mit immer neuen Rettungspaketen. Auch wenn diese als \u201ealternativlos\u201c \u2013 ein Widerspruch in sich, denn Nichts ist alternativlos \u2013 bezeichnet werden, kann kein noch so schlauer Volkswirt s\u00e4mtliche Interdependenzen des europ\u00e4ischen Wirtschaftslebens seri\u00f6s in ein Modell fassen. So wundert uns von <a title=\"Debitos - Die Forderungsb\u00f6rse\" href=\"http:\/\/www.debitos.de\" target=\"_blank\">Debitos<\/a>\u00a0immer wieder, warum denn ein Ausscheiden einzelner Eurol\u00e4nder aus der W\u00e4hrungsunion teurer f\u00fcr die verbleibenden Staaten sein soll als ein Verbleib s\u00e4mtlicher Mitgliedsl\u00e4nder im Euro. <strong>W\u00e4re ein Ende mit Schrecken nicht besser als ein Schrecken ohne Ende (und auf Kosten zuk\u00fcnftiger Generationen)? Wir freuen uns auf Ihre Meinung!<\/strong><br \/>\n&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die europ\u00e4ische Statistikbeh\u00f6rde Eurostat meldet f\u00fcr das Ende des 1. Quartals 2013 einen erneuten Anstieg der Schuldenquote in der Eurozone. Mit \u00fcber 160 Prozent des Bruttoinlandsproduktes steht Griechenland an der Spitze dieser Verschuldungsstatistik, gefolgt von Italien (130,3 Prozent) und Portugal (127,2 Prozent). 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