{"id":21760,"date":"2020-10-29T17:09:17","date_gmt":"2020-10-29T16:09:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.debitos.com\/?p=21760"},"modified":"2020-10-29T17:09:17","modified_gmt":"2020-10-29T16:09:17","slug":"europaeische-asset-management-gesellschaft-eine-wirksame-loesung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.debitos.com\/de\/news\/europaeische-asset-management-gesellschaft-eine-wirksame-loesung\/","title":{"rendered":"&#8220;Europ\u00e4ische Asset-Management-Gesellschaft eine wirksame L\u00f6sung&#8221;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Andre Enria spricht in einer <a href=\"https:\/\/www.bankingsupervision.europa.eu\/press\/interviews\/date\/2020\/html\/ssm.in201027~31fda4bb8e.en.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Meinungskolumne<\/a> \u00fcber den Umgang der europ\u00e4ischen Banken mit notleidenden Krediten, die infolge der COVID-19-Pandemie entstehen k\u00f6nnten. Der Chef der EZB-Bankenaufsicht\u2026<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u2026\u00fcber den Anstieg der NPLs im Euroraum: <\/strong>\u201eSch\u00e4tzungen der EZB zufolge k\u00f6nnten die notleidenden Kredite (NPLs) bei Banken im Euroraum in einem dramatischen, aber plausiblen Szenario 1,4 Billionen Euro erreichen und damit deutlich \u00fcber dem Niveau der Finanz- und Staatsschuldenkrise liegen. W\u00e4hrend wir das Beste hoffen, m\u00fcssen wir auf das Schlimmste vorbereitet sein\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u2026\u00fcber die Lehren aus der letzten Finanzkrise: <\/strong>\u201eDie Europ\u00e4ische Bankbeh\u00f6rde und die EZB haben praktische Richtlinien entwickelt, die Banken zu einem aktiveren Management von NPLs verpflichten und es wurden Gesetze eingef\u00fchrt, die eine progressive Abschreibung von wertgeminderten Verm\u00f6genswerten sicherstellen sollen. Die Erfahrungen der Vergangenheit zeigen jedoch, dass die Bereinigung der Bankbilanzen durch die Beauftragung von Asset-Management-Gesellschaften viel schneller und effektiver war, um die Kreditvergabef\u00e4higkeit der Banken wiederherzustellen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u2026\u00fcber die m\u00f6gliche Einf\u00fchrung einer europaweiten Bad Bank: <\/strong>\u201eIch bin \u00fcberzeugt, dass eine europ\u00e4ische Asset-Management-Gesellschaft eine wirksame L\u00f6sung w\u00e4re. Alternativ dazu k\u00f6nnte ein europ\u00e4isches Netzwerk nationaler Asset-Management-Gesellschaften, wenn es entsprechend konzipiert ist, ebenfalls eine symmetrische Erholung unserer Volkswirtschaften unterst\u00fctzen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u2026\u00fcber die Rolle der EZB beim Aufbau einer Bad Bank: <\/strong>\u201eWenn die Finanzierung durch eine europ\u00e4ische Einrichtung bereitgestellt oder garantiert wird, w\u00fcrde jede nationale Asset-Management-Gesellschaft, unabh\u00e4ngig von ihrem Standort, von der Bonit\u00e4t der EU profitieren und zu besseren Bedingungen Zugang zu den M\u00e4rkten erhalten. [\u2026] Die niedrigen Finanzierungskosten und eine sorgf\u00e4ltig konzipierte und \u00fcberpr\u00fcfte gemeinsame Bewertungsmethode w\u00fcrden das richtige Gleichgewicht zwischen den Verlusten, die den Banken bei der \u00dcbertragung der NPLs auferlegt werden, und der mittelfristigen Profitabilit\u00e4t des Entlastungssystems gew\u00e4hrleisten.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u2026\u00fcber Bedenken in der EU: <\/strong>\u201eF\u00fcr den unwahrscheinlichen Fall, dass ein solches System am Ende zu Verlusten f\u00fchrt, ist es m\u00f6glich, einen Rahmen zu entwerfen, der jegliche gegenseitige Abh\u00e4ngigkeit bei Kreditverlusten innerhalb der Europ\u00e4ischen Union begrenzt oder sogar ausschlie\u00dft: Verluste k\u00f6nnten entsprechend der Nationalit\u00e4t der Ursprungsbanken und dem entsprechenden nationalen System zugewiesen werden.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Eine gek\u00fcrzte Version der Meinungskolumne wurde am 27. Oktober in der <a href=\"https:\/\/www.ft.com\/content\/cc3a9a51-4d9a-4c73-9ff0-9f623ecf4065\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Financial Times<\/a> ver\u00f6ffentlicht.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Meinungskolumne von Andrea Enria, Chef der EZB-Bankenaufsicht","protected":false},"author":2,"featured_media":17682,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[],"class_list":["post-21760","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nachrichten-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.debitos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21760","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.debitos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.debitos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.debitos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.debitos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21760"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.debitos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21760\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21762,"href":"https:\/\/www.debitos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21760\/revisions\/21762"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.debitos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17682"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.debitos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21760"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.debitos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21760"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.debitos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21760"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}