{"id":19047,"date":"2019-12-10T16:21:02","date_gmt":"2019-12-10T15:21:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.debitos.com\/?p=19047"},"modified":"2019-12-10T16:21:02","modified_gmt":"2019-12-10T15:21:02","slug":"creditreform-insolvenzen-in-deutschland-nehmen-zu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.debitos.com\/de\/news\/creditreform-insolvenzen-in-deutschland-nehmen-zu\/","title":{"rendered":"Creditreform: Insolvenzen in Deutschland nehmen zu"},"content":{"rendered":"<div class=\"ce-bodytext\">\n<div class=\"h3\">\n<p>Mit <a href=\"https:\/\/www.creditreform.de\/aktuelles-wissen\/pressemeldungen-fachbeitraege\/news-details\/show\/insolvenzen-in-deutschland-jahr-2019\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">19.400 Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2019<\/a> ist der zehn Jahre andauernde R\u00fcckgang der Unternehmensinsolvenzen zu Ende gegangen (2018: 19.410 F\u00e4lle). Gleichwohl liegt die Zahl der Unternehmensinsolvenzen auch 2019 auf dem niedrigsten Stand seit 25 Jahren. Bei den privaten Verbrauchern schw\u00e4chte sich der R\u00fcckgang der Insolvenzen deutlich ab. Die Vorjahreszahl (2018: 67.740) wurde zwar leicht unterschritten (minus 3 Prozent). In den Vorjahren (2018: minus 5,9 Prozent, 2017: minus 6,9 Prozent) war die Zahl der Verbraucherinsolvenzen aber noch deutlich st\u00e4rker r\u00fcckl\u00e4ufig. 2019 wurden insgesamt 65.700 Verbraucherinsolvenzen registriert; der niedrigste Wert seit 15 Jahren. Sowohl bei den Unternehmen als auch bei den Verbrauchern haben die wirtschaftlich sehr guten Jahre ab 2010 \u2013 trotz der aktuellen Eintr\u00fcbungen \u2013 sp\u00fcrbar positive Nachwirkungen im Insolvenzgeschehen.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"h3\">\n<h4>Mehr Arbeitnehmer betroffen<\/h4>\n<\/div>\n<p>Die Insolvenzsch\u00e4den f\u00fcr die Gl\u00e4ubiger nahmen im Zuge zahlreicher gr\u00f6\u00dferer Insolvenzen im Jahr 2019 um 3,4 Mrd. Euro auf insgesamt 23,5 Mrd. Euro zu. Die durchschnittliche Schadenssumme f\u00fcr die Insolvenzgl\u00e4ubiger \u2013 dazu z\u00e4hlen beispielsweise Banken, Lieferanten und sonstige Kreditgeber \u2013 stieg auf 856.000 Euro je Insolvenzfall. Zu einem Anstieg kam es auch bei den insolvenzbedingten Arbeitsplatzverlusten. Rund 218.000 Stellen sind infolge der diesj\u00e4hrigen Unternehmensinsolvenzen bedroht bzw. weggefallen (2018: 198.000).<\/p>\n<div class=\"h3\">\n<h4>Anstieg im Verarbeitenden Gewerbe<\/h4>\n<\/div>\n<p>2019 ist es zu einem sp\u00fcrbaren Anstieg der Insolvenzen im Verarbeitenden Gewerbe gekommen (plus 6,6 Prozent). Dabei d\u00fcrfte sich die anhaltende Schw\u00e4che der Industrie bemerkbar machen. Auch mittlere Unternehmen als Zulieferer der \u201eGro\u00dfen\u201c werden zunehmend in Mitleidenschaft gezogen und sp\u00fcren die Auswirkungen. In den st\u00e4rker binnenkonjunkturabh\u00e4ngigen Branchen, wie dem Baugewerbe (minus 2,8 Prozent) und dem Handel (minus 2,9 Prozent), entwickelten sich die Insolvenzzahlen dagegen weiter r\u00fcckl\u00e4ufig. Im Dienstleistungsgewerbe war ein leichter Anstieg (plus 0,9 Prozent) zu beobachten.<\/p>\n<div class=\"h3\">\n<h4>Mehr Insolvenzen von Gro\u00dfunternehmen<\/h4>\n<\/div>\n<p>Im Insolvenzgeschehen in Deutschland finden sich im Jahr 2019 vermehrt auch gr\u00f6\u00dfere Unternehmen. Allerdings ist deren Anteil am gesamten Insolvenzgeschehen weiter gering. So machen Unternehmen mit 51 bis 100 Besch\u00e4ftigten einen zwar wachsenden, aber nach wie vor geringen Teil der Insolvenzen aus (2019: 1,1 Prozent; 2018: 0,9 Prozent). In 0,8 Prozent aller F\u00e4lle hatte das Unternehmen mehr als 100 Besch\u00e4ftigte. Zu den Gro\u00dfinsolvenzen des Jahres z\u00e4hlen u. a. Gerry Weber und der Krankenhausbetreiber ViaSalus. Den gr\u00f6\u00dften Anteil am Insolvenzgeschehen haben weiterhin Unternehmen mit h\u00f6chstens f\u00fcnf Besch\u00e4ftigten (81,7 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr (83,2 Prozent) hat sich der Anteil dieser Kleinunternehmen am Insolvenzgeschehen aber verringert. In der Mehrzahl (52 Prozent) waren es junge Unternehmen im Alter von bis zu 10 Jahren, die Insolvenz anmelden mussten. Der Anteil von \u00e4lteren und bereits etablierten Unternehmen (\u00fcber 20 Jahre alt) hat 2019 leicht zugenommen (von 20,4 auf 20,7 Prozent).<\/p>\n<div class=\"h3\">\n<h4>Kapitalgesellschaften h\u00e4ufiger insolvent<\/h4>\n<\/div>\n<p>Leicht erh\u00f6ht hat sich im Jahr 2019 der Anteil der GmbH (von 39,3 auf 39,7 Prozent) und der AG (von 0,5 auf 0,6 Prozent) am Insolvenzgeschehen. Diese Entwicklung korrespondiert mit dem Anstieg tendenziell gr\u00f6\u00dferer Unternehmensinsolvenzen. Entsprechend gab es einen r\u00fcckl\u00e4ufigen Trend bei der Unternehmergesellschaft (UG). Deren Anteil an allen Unternehmensinsolvenzen in Deutschland verringerte sich von 12,4 auf 11,7 Prozent. Eine Vielzahl an Insolvenzen gab es bei Einzelunternehmen und Gewerbebetrieben (40,7 Prozent aller F\u00e4lle).<\/p>\n<div class=\"h3\">\n<h4>Unternehmen sanieren sich in Eigenverwaltung<\/h4>\n<\/div>\n<p>Sogenannte Eigenverwaltungen von Insolvenzverfahren finden zunehmend Akzeptanz und Verbreitung. Mit Einverst\u00e4ndnis der Gl\u00e4ubiger und des Insolvenzgerichts beh\u00e4lt die F\u00fchrung des Unternehmens die Verf\u00fcgungsgewalt \u00fcber die Insolvenzmasse. Insgesamt ist der Anteil am gesamten Insolvenzgeschehen aber nach wie vor gering (2019: 1,4 Prozent aller Unternehmensinsolvenzen). Im Gr\u00f6\u00dfensegment \u00fcber 50 Besch\u00e4ftigte d\u00fcrfte der Anteil der Eigenverwaltungen bei rund einem Drittel liegen. Zunehmend findet das Sanierungsinstrument bei \u00e4lteren und gr\u00f6\u00dferen Unternehmen Anwendung. Knapp jedes zweite Unternehmen (43,4 Prozent), das im Zeitraum 2017 bis 2019 die Insolvenz in Eigenverwaltung begann, wies eine Marktzugeh\u00f6rigkeit von mehr als 20 Jahren auf.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"19.400 Firmenpleiten in 2019.","protected":false},"author":27,"featured_media":15863,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[],"class_list":["post-19047","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nachrichten-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.debitos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19047","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.debitos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.debitos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.debitos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/27"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.debitos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=19047"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.debitos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19047\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19049,"href":"https:\/\/www.debitos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19047\/revisions\/19049"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.debitos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/15863"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.debitos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=19047"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.debitos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=19047"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.debitos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=19047"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}