{"id":11774,"date":"2016-12-22T19:19:43","date_gmt":"2016-12-22T17:19:43","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.debitos.de\/?p=11774"},"modified":"2024-10-14T17:03:47","modified_gmt":"2024-10-14T15:03:47","slug":"unternehmensinsolvenzen-nehmen-weiter-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.debitos.com\/de\/news\/unternehmensinsolvenzen-nehmen-weiter-ab\/","title":{"rendered":"Unternehmensinsolvenzen nehmen weiter ab"},"content":{"rendered":"<p>Mit 123.800 Unternehmensinsolvenzen sank 2016 die Zahl der Firmenpleiten auf ein historisches Tief. Das ist das Ergebnis der diesj\u00e4hrigen <a title=\"Creditreform: Insolvenzen in Deutschland, Jahr 2016\" href=\"http:\/\/www.creditreform.com\/news\/news\/news-list\/details\/news-detail\/insolvenzen-in-deutschland-jahr-2016-3303.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Creditreform-Untersuchung<\/a>. Nur 1999 meldeten ann\u00e4hernd so wenige Unternehmen Zahlungsunf\u00e4higkeit an. Im Vergleich zu 2015 ergibt sich damit ein Minus von 3,0 Prozent, mussten vergangenes Jahr doch noch 127.570 Unternehmen den Gang in die Insolvenz antreten. Zudem setzt das diesj\u00e4hrige Tief die seit sechs Jahren w\u00e4hrende Tendenz des R\u00fcckgangs der Firmenpleiten in Deutschland fort, wenn auch das Minus dieses Jahr und im Vergleich zu 2014 und 2015 (minus 5,5 Prozent respektive minus 4,6 Prozent) insgesamt betrachtet verhaltener ausfiel.<br \/>\nGr\u00fcnde f\u00fcr diese dennoch positive Entwicklung sieht Creditreform in der guten Binnenkonjunktur und Finanzierungssituation (also beispielsweise zinsg\u00fcnstige Kredite), was zu steigenden Ums\u00e4tzen und Ertr\u00e4gen, zu einer verbesserten Zahlungsmoral wie auch zu einer insgesamt verbesserten Stabilit\u00e4t der Unternehmen gef\u00fchrt habe. Ein weiterer Faktor findet sich in der abnehmenden <a title=\"Starkes Fintech-Wachstum in Frankfurt\" href=\"http:\/\/blog.debitos.de\/2016\/11\/28\/starkes-fintech-wachstum-frankfurt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gr\u00fcndungsaktivit\u00e4t in Deutschland<\/a> (minus minus 4,4 Prozent Neugr\u00fcndungen zwischen Januar und Juli 2016), sind doch Neugr\u00fcndungen tendenziell st\u00e4rker von Insolvenzen betroffen als etablierte Unternehmen.<\/p>\n<p><strong>Regionale, alters- und branchenspezifische Unterschiede<\/strong><br \/>\nBetrachtet man den R\u00fcckgang der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland unter spezifischeren Gesichtspunkten, ergeben sich interessante Nuancen, was die Verteilung auf Regionen, Branchen, Alter und Gr\u00f6\u00dfe der Firmen angeht. Brachenspezifisch verzeichneten Dienstleistungsunternehmen den gr\u00f6\u00dften R\u00fcckgang\u00a0 (minus 7,5 Prozent), gefolgt von Handelsunternehmen (minus 7,2 Prozent). Das Verarbeitende Gewerbe zeigte einen R\u00fcckgang von 4,9 Prozent zum Vergleichszeitraum, w\u00e4hrend Bauunternehmen 2,0 Prozent weniger Insolvenzen anmeldeten.<\/p>\n<p>Auch in Sachen Alter gibt es Unterschiede, was die Firmenpleiten angeht. Mit 58,7 Prozent waren weit \u00fcber die H\u00e4lfte der Unternehmen, die 2016 Pleite gingen, nicht \u00e4lter als zehn Jahre. 2015 machten sie noch einen Anteil von 59,5 Prozent aus. Die &#8220;alten Hasen&#8221; mit \u00fcber 20-j\u00e4hriger Firmengeschichte verzeichneten mit 16,4 Prozent der Gesamtinsolvenzf\u00e4lle sogar ein leichtes Plus von 0,6 Prozent zum Vorjahr, auch wenn die Firmenpleiten in absoluten Zahlen zur\u00fcckgingen.<\/p>\n<p>Auf regionaler Ebene betrachtet, weisen das Saarland, Sachsen, Hamburg und Brandenburg den h\u00f6chsten Anstieg der Insolvenzquote auf, w\u00e4hrend diese in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Bremen gesunken ist, sich aber gleichwohl weiterhin auf hohem Niveau bewegt. Ein \u00e4hnliches Bild zeigt sich im St\u00e4dtevergleich: Die h\u00f6chste Insolvenzquote weist hier Dortmund auf, wo 159 von 10.000 Unternehmen Insolvenz beantragen mussten. Gefolgt wird die Ruhrmetropole von Halle (Saale) mit einer Insolvenzquote von 149 und Gelsenkirchen (146). Freiburg i. Breisgau blickt auf eine unterdurchschnittliche Insolvenzquote von nur 55.<\/p>\n<p><strong>Hohe Sch\u00e4den f\u00fcr Insolvenzgl\u00e4ubiger<\/strong><br \/>\nEher gegen den Trend verlief die Entwicklung der Schadenssumme f\u00fcr Insolvenzgl\u00e4ubiger. Trotz gesunkener Unternehmensinsolvenzen stieg diese von 19,6 Milliarden Euro in 2015 auf 27,5 Milliarden Euro &#8211; und damit um 40,3 Prozent. Die individuelle Schadenssumme f\u00fcr Gl\u00e4ubiger pro Insolvenzfall lag bei 903.000 Euro (2015: 565.000 Euro) und erreichte so den h\u00f6chsten Wert seit 2012. Gr\u00fcnde hierf\u00fcr sieht Creditreform in der hohen Zahl gro\u00dfer Schadensf\u00e4lle wie auch in den Ausf\u00e4llen bei Mittelstandsanleihen. Von der Zunahme der Sch\u00e4den durch Insolvenzen war in gr\u00f6\u00dferem Ma\u00dfe auch die \u00f6ffentliche Hand betroffen, mit sch\u00e4tzungsweise 7,9 Milliarden Euro (2015: 6,5 Milliarden Euro).<br \/>\nAbschlie\u00dfend wei\u00dft die Creditreform-Untersuchung noch darauf hin, dass Gl\u00e4ubiger ihre Forderungen mitunter versp\u00e4tet oder gar nicht anzeigen, was zu h\u00f6heren Forderungsverlusten oder aber auch zur (teilweise) Befriedigung von Gl\u00e4ubigerforderungen in laufenden Verfahren f\u00fchren k\u00f6nnte. Nimmt man zur weiteren Einsch\u00e4tzung der Schadenssituation aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes, das die Deckungsquote f\u00fcr angemeldeten Forderungen mit durchschnittlich 2,7 Prozent angibt, ist es wahrscheinlicher, dass viele Gl\u00e4ubiger am Ende leider leer ausgehen werden.<\/p>\n<p><strong>Mit Debitos Forderungsausf\u00e4llen vorbeugen<\/strong><br \/>\nAuch wenn sich die Tendenz hin zu einem weiteren R\u00fcckgang der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland entwickelt, sollte nicht vergessen werden, dass auch bei weniger Firmenpleiten die Schadenssumme f\u00fcr Gl\u00e4ubiger insgesamt und individuell steigen kann. Besser also, man nimmt das Heft des Handelns in die eigene Hand.<br \/>\nDer Verkauf offener Forderungen gegen insolvente Unternehmen \u00fcber unsere <a title=\"Debitos Forderungsb\u00f6rse\" href=\"https:\/\/www.debitos.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Debitos Forderungsb\u00f6rse<\/a> als mittlerweile etablierter Zweitmarkt f\u00fcr Insolvenzforderungen, bietet eine clevere Alternative zu langj\u00e4hrigen Insolvenzverfahren mit am Ende ungewissem Ausgang, was Form und H\u00f6he der Erf\u00fcllung von Gl\u00e4ubigerforderungen angeht. Dank des transparenten Echtzeit-Wettbewerbs unter den Investoren, k\u00f6nnen Gl\u00e4ubiger ihre Forderungen effizient verwerten, ihre Erl\u00f6se maximieren und nervenraubende Wartezeiten ganz einfach abk\u00fcrzen.<br \/>\nZudem bietet unsere Online-Plattform auch <a title=\"Insolvenzverwalter verkauft Unister-Tochter \u201ekurz-mal-weg.de\u201c\" href=\"http:\/\/blog.debitos.de\/2016\/11\/18\/insolvenzverwalter-verkauft-unister-tochter-kurz-mal-weg-de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Insolvenzverwaltern<\/a> eine innovative und flexible M\u00f6glichkeit, der Insolvenzmasse mit dem Verkauf titulierter Forderungen gegen Drittschuldner oder auch von Insolvenzquoten wertvolle Liquidit\u00e4t zuzuf\u00fchren. Am Ende gewinne also alle &#8211; zumindest mit dem Forderungsverkauf \u00fcber unsere Debitos Forderungsb\u00f6rse.<br \/>\nDie Quelle zu unserem Artikel wie auch weiterf\u00fchrende Informationen zum Thema finden Sie unter unten aufgef\u00fchrtem Link:<br \/>\n<strong>Pressemitteilung Creditreform:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a title=\"Creditreform: Insolvenzen in Deutschland, Jahr 2016\" href=\"http:\/\/www.creditreform.com\/news\/news\/news-list\/details\/news-detail\/insolvenzen-in-deutschland-jahr-2016-3303.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Insolvenzen in Deutschland, Jahr 2016 <\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit 123.800 Unternehmensinsolvenzen sank 2016 die Zahl der Firmenpleiten auf ein historisches Tief. Das ist das Ergebnis der diesj\u00e4hrigen Creditreform-Untersuchung. Nur 1999 meldeten ann\u00e4hernd so wenige Unternehmen Zahlungsunf\u00e4higkeit an. Im Vergleich zu 2015 ergibt sich damit ein Minus von 3,0 Prozent, mussten vergangenes Jahr doch noch 127.570 Unternehmen den Gang in die Insolvenz antreten. 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