{"id":11648,"date":"2016-10-06T15:34:55","date_gmt":"2016-10-06T13:34:55","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.debitos.de\/?p=11648"},"modified":"2024-10-08T11:23:39","modified_gmt":"2024-10-08T09:23:39","slug":"zahlungsmoral-europaeischer-unternehmen-wendepunkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.debitos.com\/de\/news\/zahlungsmoral-europaeischer-unternehmen-wendepunkt\/","title":{"rendered":"Zahlungsmoral europ\u00e4ischer Unternehmen am Wendepunkt"},"content":{"rendered":"<p>Von einer Z\u00e4sur in der Zahlungsmoral europ\u00e4ischer Unternehmen und Privatkunden berichtet die <a title=\"EOS Studie &quot;Europ\u00e4ische Zahlungsgewohnheiten&quot; 2016\" href=\"http:\/\/www.eos-solutions.com\/de\/medien\/studien\/eos-studie-europaeische-zahlungsgewohnheiten-2016\/#c4544\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Studie <em>Europ\u00e4ische Zahlungsgewohnheiten 2016<\/em> des Finanzdienstleisters EOS<\/a>. Hierf\u00fcr wurden 3.000 Finanzexperten aus 14 europ\u00e4ischen L\u00e4ndern und den Branchen Handel, Industrie und Dienstleistungen bez\u00fcglich ihrer aktuellen Erfahrungen und Einsch\u00e4tzungen hinsichtlich nationaler Zahlungsgewohnheiten und eigener Zahlungserfahrungen befragt. Zusammenfassend lassen sich die Studienergebnisse damit, dass der &#8220;durchschnittliche Anteil versp\u00e4tet beglichener und ausfallender Rechnungen in Europa auf Vorjahresniveau stagniert&#8221;. Rund ein Viertel (23 Prozent) der offenen Forderungen werden demnach europaweit zu sp\u00e4t beglichen oder fallen gar komplett aus. 83 Prozent der deutschen Kunde zahlen offene Rechnungen innerhalb der vorgegebenen Frist. Mit einem Anteil von &#8220;nur&#8221; 17 Prozent \u00fcberf\u00e4lliger Forderungen liegt Deutschland damit an der Spitze der fristgerechten Zahler &#8211; und das bei den europaweit durchschnittlich k\u00fcrzesten Zahlungszielen (16 Tage f\u00fcr Privatkunden, 26 Tage f\u00fcr Gesch\u00e4ftskunden). Der europ\u00e4ische Durchschnitt von Zahlungsfristen betr\u00e4gt 36 Tage.<\/p>\n<p><strong>Besorgniserregende Schere zwischen Ost- und Westeuropa <\/strong><br \/>\nBetrachtet man die Studienergebnisse zur <a title=\"Unternehmensinsolvenzen sinken um 4,8 Prozent\" href=\"http:\/\/blog.debitos.de\/2016\/09\/30\/unternehmensinsolvenzen-sinken-um-48-prozent\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zahlungsmoral<\/a> in Europa geografisch, zeigt sich, dass die schon 2015 bestehende Schere zwischen Ost- und Westeuropa weiterhin Bestand hat. So wurden 2016 im westlichen Teil des Kontinents 80 Prozent der offenen Forderungen fristgerecht beglichen. In Osteuropa hingegen waren es nur 74 Prozent. Im Vorjahresvergleich bedeutet das eine Abnahme von je 1 Prozent in beiden Teilen Europas. Zugenommen hat hingegen der Anteil der Forderungsausf\u00e4lle, den osteurop\u00e4ische Unternehmen in der Slowakei, Ungarn und in Griechenland verkraften m\u00fcssen. Auf je 5 Prozent stieg die Quote hier und im Vergleich zum Vorjahr. Europaweit lag dieser Wert im laufenden Jahr bei 3 Prozent.<br \/>\nWeiterhin m\u00fcssen Firmen aus Bulgarien und Griechenland sehr geduldig sein, was das Begleichen ihrer offenen Forderungen angeht: 25 respektive 26 Tage nach Ablauf der sowieso schon gro\u00dfz\u00fcgigen Zahlungsfristen von 47 Tagen in Griechenland und 36 Tagen in Bulgarien, warten sie demnach weiterhin auf ihr Geld. Deutschland und Spanien f\u00fchren auf westlicher Seite das Ranking der Kunden mit dem l\u00e4ngsten Zahlungsverzug an (durchschnittlich 23 Tage) an &#8211; bei recht strengen Zahlungszielen, wohlgemerkt (Deutschland 23 und Spanien 40 Tage). Im Mittel betrachtet, so die EOS-Studie, mussten europ\u00e4ische Unternehmen mit einer \u00dcberziehung der gesetzlichen Zahlungsfristen von 21 Tagen rechnen.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem zeigt die Untersuchung an dieser Stelle einen interessante Zusammenhang auf, was einerseits die europaweit verl\u00e4ngerten Zahlungsfristen in 2016 und die andererseits abnehmende Zahlungsmoral genau dann und dort angeht, wo eben diese Fristen ausgebaut wurden:\u00a0 <em>&#8220;Im europ\u00e4ischen Durchschnitt haben Kunden 36 Tage und damit zwei Tage l\u00e4nger Zeit als 2015, um Rechnungen zu begleichen. [&#8230;] Was kulant erscheint, k\u00f6nnte f\u00fcr Unternehmen zum Verh\u00e4ngnis werden. Denn ein Vergleich der Studienergebnisse der vergangenen Jahre hat gezeigt: Je k\u00fcrzer die Zahlungsziele, desto besser die Zahlungsmoral. Die aktuell zu beobachtende Verl\u00e4ngerung der Fristen, k\u00f6nnte demnach auf einen zuk\u00fcnftigen Negativtrend hindeuten. &#8220;<\/em><br \/>\n<strong>Gr\u00fcnde f\u00fcr offene Forderungen<\/strong><br \/>\nDie Gr\u00fcnde, warum Kunden von europ\u00e4ischen Unternehmen ihre offenen Rechnungen zu sp\u00e4t oder \u00fcberhaupt nicht begleichen, lassen sich laut EOS-Studie vor allem in momentanen Liqudit\u00e4tsengp\u00e4ssen wie auch in Zahlungsausf\u00e4llen bei eigenen Kunden festmachen. Das zumindest geben 51 respektive 35 Prozent der Befragten an. Als weitere Begr\u00fcndungen folgen das Ausnutzen von Lieferantenkrediten (31 Prozent) und die aktuelle konjunkturelle Lage (22 Prozent). Fast ein F\u00fcnftel (17 Prozent) zahlt seine Rechnungen nicht p\u00fcnktlich, weil ihnen Professionalit\u00e4t bei der Rechnungsbearbeitung fehlt. Perspektivisch betrachtet, setzen nur 25 Prozent der Unternehmen auf eine Verbesserung der Zahlungsmoral ihrer Gesch\u00e4ftskunden, wobei osteurop\u00e4ische Firmen mit 28 Prozent optimistischer als jene in Westeuropa (21 Prozent) sind.<\/p>\n<p><strong>Professionelles Forderungsmanagement macht den Unterschied<\/strong><br \/>\nM\u00f6chte man als (europaweit t\u00e4tiges) Unternehmen dieser Z\u00e4sur in der B2B- oder auch B2C-Zahlungsmoral proaktiv begegnen, empfiehlt es sich, das eigene Forderungsmanagement noch st\u00e4rker zu professionalisieren. Schlie\u00dflich k\u00f6nnen &#8220;nur&#8221; 17 Prozent \u00fcberf\u00e4lliger und 3 Prozent ausgefallener Forderungen die Existenz vieler Unternehmen bedrohen. Auf eine Besserung der Zahlungsmoral oder gar ein Einsehen der Gesch\u00e4ftspartner und Kunden zu warten, ist sicher eine Alternative, wenngleich wohl auch nicht die beste. Viel effizienter n\u00e4mlich ist es, das Forderungsmanagement aktiv zu betreiben &#8211; mit dem regresslosen Verkauf offener oder auch bereits ausgefallener Forderungen \u00fcber unsere <a title=\"Debitos Forderungsb\u00f6rse\" href=\"https:\/\/www.debitos.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Debitos Forderungsb\u00f6rse<\/a>.<br \/>\nDamit erreichen Unternehmen \u00fcber einen einzigen Kommunikationskanal \u00fcber 420 institutionelle Investoren, die im transparenten Auktionsverfahren auf eingestellte Forderungen bieten. Dank dieses direkten Wettbewerbs zwischen den K\u00e4ufern ist keine individuelle Ansprache mehr notwendig, was den Koordinationsaufwand sp\u00fcrbar reduziert. Zudem k\u00f6nnen \u00fcber unsere Online-Plattform maximale und marktgerechte Erl\u00f6se erzielt werden &#8211; und das in einer unerreichten Geschwindigkeit. Dies wiederum schafft Unabh\u00e4ngigkeit von schwankender Zahlungsmoral der eigenen Kunden und zudem wertvolle Liquidit\u00e4t &#8211; f\u00fcr eine bessere Wettbewerbsf\u00e4higkeit dank Konzentration auf die eigenen Kernkompetenzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Von einer Z\u00e4sur in der Zahlungsmoral europ\u00e4ischer Unternehmen und Privatkunden berichtet die Studie Europ\u00e4ische Zahlungsgewohnheiten 2016 des Finanzdienstleisters EOS. Hierf\u00fcr wurden 3.000 Finanzexperten aus 14 europ\u00e4ischen L\u00e4ndern und den Branchen Handel, Industrie und Dienstleistungen bez\u00fcglich ihrer aktuellen Erfahrungen und Einsch\u00e4tzungen hinsichtlich nationaler Zahlungsgewohnheiten und eigener Zahlungserfahrungen befragt. Zusammenfassend lassen sich die Studienergebnisse damit, dass der&#8230; <a class=\"view-article\" href=\"https:\/\/www.debitos.com\/de\/news\/zahlungsmoral-europaeischer-unternehmen-wendepunkt\/\">mehr erfahren<\/a>","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[7,61,8,9,10,34,62,29,39],"class_list":["post-11648","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nachrichten-de","tag-debitos","tag-finanzierung","tag-forderungsborse","tag-forderungsmanagement","tag-forderungsverkauf","tag-liquiditat","tag-liquiditatsengpasse","tag-zahlungsausfalle","tag-zahlungsmoral"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.debitos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11648","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.debitos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.debitos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.debitos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.debitos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11648"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.debitos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11648\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28988,"href":"https:\/\/www.debitos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11648\/revisions\/28988"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.debitos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11648"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.debitos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11648"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.debitos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11648"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}