Imtech-Forderung über Debitos versteigert
Das Insolvenzverfahren gegen Imtech Deutschland wurde im November 2015 eröffnet. Wann es zu Zahlungen an die Gläubiger der deutschen Tochter des niederländischen Baukonzerns kommt, steht noch längst nicht fest. Nicht mehr warten wollte jetzt ein deutscher Anbieter im Bereich Technische Gebäudeausrüstung: Das Unternehmen versteigerte Ende 2018 seine bisher offene 44-Millionen-Euro-Forderung gegen Imtech über den Frankfurter Kreditmarktplatz Debitos. „Die Nachfrage nach Forderungen aus großen Firmeninsolvenzen ist aktuell sehr hoch. Viele Großinvestoren sind daran interessiert und zahlen gute Preise“, sagt Debitos-Managing Director Peter Riedel. Verkauft wurde die Imtech-Forderung jetzt für rund 8,5 Prozent des Nominalwerts.
Die Imtech Deutschland GmbH & Co. KG war 1997 aus der Übernahme von Rudolph Otto Meyer (R.O.M.) durch die niederländische Royal Imtech N.V. hervorgegangen. Das Hamburger Unternehmen galt als einer der führenden Baukonzerne in Europa und betreute unter anderem den Umbau des Flughafens Berlin-Brandenburg in Schönefeld (BER). Nach mehreren Betrugs- und Korruptionsfällen sowie massivem Umsatzeinbruch meldete sowohl der Imtech Deutschland als auch der Mutterkonzern im August 2015 Insolvenz an – das Verfahren gegen das deutsche Unternehmen wurde am 1. November des Jahres aufgenommen. Als Insolvenzverwalter wurde Peter-Alexander Borchardt von der Hamburger Kanzlei Reimer Rechtsanwälte ernannt.
Mittlerweile wurde Imtech Deutschland sowie ein Großteil der Mitarbeiter von Zech übernommen: Das Unternehmen fungiert seither unter der Bezeichnung ROM Technik. „Ob und wann es zu Auszahlungen gegenüber den vielen Gläubigern der Imtech-Insolvenz kommt, ist aktuell noch völlig offen. Denn es sind noch längst nicht alle Prozesse gegen das Unternehmen abgeschlossen“, erklärt Peter Riedel von Debitos.
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