Bad Bank Sareb unter Druck
Strategiewechsel bei der Sareb: Statt die Immobilien aus dem eigenen Portfolio mit hohem Verlust an Investoren zu verkaufen, will die spanische Bad Bank die einzelnen Objekte zukünftig lieber selbst verwerten. Denn es gibt deutlich mehr Käufer für Immobilien als für ausgefallene Kredite, betont Sareb-Chef Jaime Echegoyen gegenüber dem Handelsblatt. In besonders guten Lagen sollen sogar Gebäude gebaut und dann weiterverkauft werden.
Die Sareb war 2012 aus der Taufe gehoben worden und übernahm Assets im Wert von 53 Milliarden Euro von den neun spanischen Sparkassen. Ein Großteil davon waren ausgefallene Kredite (80 Prozent) – der Rest entfiel auf Immobilien. Weil die Preise unmittelbar nach der Gründung der Bad Bank weiter fielen, sind die verbliebenen Immobilien und NPLs momentan etwa fünf Milliarden Euro weniger Wert als zum Zeitpunkt der Übernahme.
Mittlerweile ist die Hälfte der geplanten Lebensdauer der spanischen Bad Bank abgelaufen, doch die Sareb hat aktuell erst knapp ein Drittel ihrer Assets verkauft. Das Gewinnziel durch den Verkauf der Non-Performing Loans und Immobilien war ursprünglich mit 15 Prozent angegeben worden. Doch das erscheint aktuell utopisch. Handelsblatt (Paywall)
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