Januar 31, 2019 11:47 am

EZB macht Banken Druck

Wie das Handelsblatt heute berichtet, erhöht die Europäische Zentralbank den Druck auf Europas Geldinstitute: Die Behörde habe den Banken in den Jahresgesprächen konkrete Erwartungen übermittelt, bis wann die NPLs aus den Bilanzen gestrichen sein müssen.

Die EZB schert dabei allerdings nicht alle Banken über einen Kamm, sondern teilt sie in drei verschiedene Gruppen ein: Bei mindestens zwei Jahre alten, unbesicherten NPLs haben die Geldhäuser, die über einen relativ geringen Bestand an ausgefallenen Krediten verfügen und  in einer guten wirtschaftlichen Lage sind, bis 2023 Zeit.

Besichtere Kredite, die bereits mehr als sieben Jahre bestehen, müssen bis 2024 vollständig abgeschrieben sein. Die Geldinstitute aus der zweiten und dritten Gruppe erhalten laut Handelsblatt für den Abbau der ausgefallenen Kredite jeweils ein bzw. zwei Jahre mehr Zeit.

Kritik kommt vor allen Dingen aus Deutschland: Christian Ossig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands deutscher Banken BdB, zeigte sich verärgert, da NPLs ja nur in wenigen europäischen Ländern ein massives Problem seien. „Die EZB zwingt alle Banken, gesund oder krank, eine Medizin einzunehmen, die Nebenwirkungen hat. Alle anderen werden in Sippenhaft genommen“, so Ossig. Handelsblatt (Paywall)

Dieser Artikel wurde verfasst von Jens Secker

(Bildrechte: istockphoto.com/MissPassionPhotography)

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