Januar 4, 2018 2:00 pm

EU arbeitet an neuem Insolvenzrecht

Knapp 20.000 Firmenpleiten gab es im abgelaufenen Jahr. Für die Gläubiger entstand daraus ein Schaden von mehr als 26 Milliarden Euro. Die EU arbeitet jetzt an einem neuen Restrukturierungsrecht, das teure Insolvenzen durch ein vorgelagertes Sanierungsverfahren verhindern soll.
Allerdings trifft der Vorstoß besonders in Deutschland auf wenig Gegenliebe: „Das Ziel ist richtig, finanziell angeschlagene Unternehmen mit tragfähigem Geschäftsmodell eine frühzeitige Restrukturierung zu ermöglichen“, sagt beispielsweise Angelika Niebler. Die CSU-Politikerin ist seit 1999 Mitglied des Europäischen Parlaments. Der bisherige Richtlinienentwurf enthalte aber noch immer keinen ausreichenden Schutz für Gläubiger und Zulieferer.
Lucas Flöther ist davon überzeugt, dass die EU-Richtlinie kommen wird. Der Rechtsanwalt ist Sprecher des Gravenbrucher Kreises, einer deutschen Vereinigung von Insolvenzverwaltern. Deutschland müsse in Brüssel nun für klare Leitplanken sorgen, damit es hierzulande nicht zu einem kompletten Paradigmenwechsel komme, erklärte er dem Handelsblatt.
 
 

Dieser Artikel wurde verfasst von Jens Secker

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