Oktober 27, 2011 9:30 pm

Deutsche Exportforderungen warten auf Bezahlung

Deutschland ist Vize-Exportweltmeister. In Zeiten von Eurokrise und Konjunkturabschwächung ist dies ein nicht zu verachtender Titel. Doch Titel verpflichten – zum Handeln. Für Deutschland bzw. die deutschen Unternehmen, die ihren Umsatz vorrangig durch den Export ihrer Produkte generieren, bedeutet dies auch Abhängigkeit von ausländischen Märkten und Abnehmern. Insofern ist der Anstieg der deutschen Exporte im ersten Halbjahr 2011 um insgesamt 14,7 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in jedem Fall ein Grund zur Freude – und Anlass einer näheren Betrachtung. Demnach war der Anstieg der Exporte in die Eurozone mit nominal 11,9% geringer als die deutschen Gesamtausfuhren. Deutschland profitiert also vor allem von steigenden Exporten in Länder außerhalb der Eurozone. Innerhalb der Eurozone wiederum zeigen sich signifikante Unterschiede: während nämlich die Exporte in die baltischen Staaten bzw. Osteuropa zunahmen, verringerten sich die Ausfuhren in Länder wie Griechenland und Portugal (-7,9 % und -2,2%).
 
Schlechte Zahlungsmoral der Südeuropäer sorgt für Sonnenuntergangsstimmung
In diesem Zusammenhang lässt sich dann auch die Studie des Kreditversicherers Atradius lesen, für die 5.400 Unternehmen aus 27 Ländern befragt wurden. Aus deren Antworten im Sommer 2011 ergibt sich der aktuelle Zahlungsmoralbarometer. Und der liefert schlechte Werte, vor allem für griechische und spanische Kunden deutscher Unternehmen. Während man auf Zahlungen von der Iberischen Halbinsel bei einem Zahlungsziel von 77 Tagen bis zu 10 Tage länger warten muss, lassen sich die Hellenen mit 92 Tagen und identischem Zahlungsziel noch gut 5 Tage länger Zeit.
 
Immer wieder wird die Euro-Krise als Grund angeführt
Dass bei diesen Zahlungsverzögerungen und Zahlungsausfällen (6% aller griechischen Forderungen mussten bisher abgeschrieben werden) die Euro-Krise als „Trigger“ gesehen wird, liegt auf der Hand. Ebenso offensichtlich scheint jedoch auch, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis weitere Länder wie eben Irland, Italien oder auch Portugal Einzug auf der Liste der säumigen Kunden halten. Je schwieriger die Unternehmen in den betroffenen Ländern an Kredite kommen, desto länger werden die Wartezeiten auf Zahlungen für deutsche Exporteure.
 
Lange Schlange: Stockenden Zahlungseingängen durch Forderungsverkauf entgegenwirken
Um die eigene Liquidität zu verbessern bzw. zu erhalten, sollten nicht nur Exportunternehmen frühzeitig Möglichkeiten der schnellen, günstigen und einfachen Liquiditätsbeschaffung sondieren. So bietet beispielsweise die Debitos GmbH mit ihrem Online-Marktplatz jedem Unternehmen einen bequemen und sicheren Verkauf von Einzelforderungen in einem kompetitiven Auktionsverfahren – und dies zum marktgerechten Höchstpreis. Damit wird sofortige Liquidität geschaffen, und die Bilanzkennzahlen erfahren dank des regresslosen Verkaufs offener Forderungen eine merkliche Verbesserung. Dadurch lassen sich dann eventuell notwendige Kredite leichter und zu besseren Konditionen aufnehmen. Mit Debitos finden deutsche Zulieferer also eine zeitgemäße Alternative zum Schlangestehen bei säumigen Kunden und wappnen sich durch diesen neu generierten Zahlungsstrom gleichzeitig gegen weitere mögliche Zahlungsausfälle.
 

Dieser Artikel wurde verfasst von Marcello Buzzanca

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