Oktober 4, 2011 2:04 pm

"Cash for Growth" Studie von Roland Berger Strategy Consultants und Creditreform

Optimiertes Working Capital Management könnte im deutschen Mittelstand 115 Milliarden Euro Liquidität freisetzen und so Wachstum finanzieren
Deutscher Mittelstand benötigt frisches Kapital:
Die gemeinsame Studie von Roland Berger Strategy Consultants und Creditreform zeigt einen Bedarf von rund 50 Milliarden Euro bis 2013, damit der deutsche Mittelstand weiter nachhaltig wachsen kann. Die Studie basiert auf den Daten über das Liquiditätsmanagement von über 500 Unternehmen aus den Jahren 2008 bis 2011. Die Kreditinstitute betreiben jedoch weiterhin eine restrektive Kreditvergabe, somit besteht auch weiterhin ein nur beschränktes Liquiditätsangebot. „Working Capital Management“ ist das Schlagwort, das in diesen Zeiten helfen kann, ein ungenutztes Liquiditätspotenzial in Höhe von 115 Milliarden Euro freizusetzen. „Wachstum bedeutet für Unternehmen, dass Bestände wie Kapitalvorräte und Forderungen gegenüber den Kunden proportional zum Umsatz wachsen. Erhöht sich die Kapitalbindungsdauer der Unternehmen, so erhöht sich auch die gebundene Liquidität. Dies erzeugt wiederum Liquiditätsbedarf.“, erläutert Michael BretzLeiter der Wirtschaftsforschung bei Creditreform.
Kapitalbindungsdauer – Großunternehmen im Vorteil
Blieb 2009 das gebundene Kapital noch durchschnittlich 46 Tage in einem Großunternehmen, so waren es 2010 nur noch 43 Tage. Hingegen lag die durchschnittliche Kapitalbindungsdauer im deutschen Mittelstand im Jahr 2010 immer noch bei 54 Tagen – eine leichte Verbesserung im Vergleich zu den 57 Tagen von 2009. „Bei Großunternehmen mit umfassender Rechnungslegung sind Liquiditätskennzahlen oft ein wichtiger Teil des Kreditvertrags, wie etwa bei Covenants“, so Michael Bretz von Creditreform. „Da wundert es kaum, dass deutsche Großunternehmen beim Thema Kapitalbindungsdauer viel besser abschneiden als mittelständische Firmen.“ Das gilt vor allem für Unternehmen aus der Telekommunikationsbranche – 2010 war bei ihnen das Kapital im Schnitt gerade mal 19 Tage gebunden. Mit deutlichem Abstand folgt der Handel mit einer durchschnittlichen Kapitalbindungsdauer von 43 Tagen. Am schlechtesten schneiden der Pharma- (86 Tage) und der Bekleidungssektor (90 Tage) ab.
Aktuelles Working Capital Management gefährdet den Aufschwung
Der erhöhte Liquiditätsbedarf deutscher Unternehmen hat verschiedene Gründe. Zunächst müssen Firmen mit ihrem Kapital den eigenen Umsatz vorfinanzieren. So kämpfen Unternehmen aufgrund der verschärften Eigenkapitalvorschriften mit einer restriktiven Kreditvergabe der Banken: Das Finanzierungsvolumen verkleinert sich, während die Finanzierungskosten steigen. Hinzu kommt der erschwerte Zugang der Unternehmen zu externem Eigenkapital. Die Folge: „Die Liquiditätsengpässe können das Unternehmenswachstum stark gefährden – vor allem im Mittelstand – hier ist Cash King!“, sagt Roland Schwientek von Roland Berger.
Die Studie können Sie kostenlos herunterladen unter:
www.rolandberger.com/pressreleases  und  www.creditreform.de/analysen
Quelle:
http://www.presseportal.de/pm/32053/2121723/studie-von-roland-berger-und-creditreform-optimiertes-working-capital-management-koennte-im

Dieser Artikel wurde verfasst von Timur Peters

Timur PetersTimur Peters ist der Gründer der Debitos GmbH. Er hat ein Diplom in Wirtschaftsrecht (FH), Schwerpunkt Bank- und FDL-Recht.
Er hat mehr als 10 Jahre Erfahrung im Finanzbereich. Vor der Gründung von Debitos war er verantwortlich für den Vertrieb von Software an Banken und Finanzdienstleister in der Region D/A/CH für die Firma Comarch. Neben dem hat er mehrere Jahre als selbständiger Berater bei der Finanzierung von Prozesskosten, Peer2Peer-Kreditmarktplätzen und anderen Online-Projekten für Banken gearbeitet.

Website:
https://www.debitos.com

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